Experten diskutierten mit Praxisakteuren und Bürgern zum Thema „Gesundes Altern“

Wissensaustausch zu Gesundheit und Alter

Am 30. März richtete das „Regionale Innovationsnetzwerk ‚Gesundes Altern‘“ (RIN Gesundes Altern) gemeinsam mit vier Hochschulen aus NRW die Veranstaltung „Wissensaustausch aktiv gestalten - Förderung transdisziplinärer Arbeit in NRW“ in der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK zu Köln) aus.

      

Im Namen der IHK zu Köln begrüßte Alexander Hoeckle, Geschäftsführer International und Unternehmensführung, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er verwies dabei auf die hohe Bedeutung der Vernetzung der verschiedenen Akteure der Gesundheitswirtschaft, besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels: „Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen ist eine Voraussetzung, um Innovationen zu ermöglichen und zu fördern.“

Unter dem Titel „Transdisziplinäre Suche nach Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ referierte  Thorsten Menne, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Leitgedanken der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ und die hieraus resultierenden Ansätze, den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.
Das RIN Gesundes Altern ist ein Instrument der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“, mit dem Ziel, Experten aus verschiedenen Fachgebieten sowie Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Versorgung und Gesellschaft sowie Bürgerinnen und Bürger zu einem transdisziplinären Diskurs zum Thema „Gesundes Altern“ zusammenzuführen.

  v.l.: Anna Janhsen (ceres, Universität zu Köln), Prof. Dr. Guido Heuel (KatHO NRW),
Dr. Andrea Kuhlmann (FfG e.V., TU Dortmund), Kyra Springer (Trägerverein aktiv55plus Radevormwald e.V.),
Dr. Konstanze Arp (Fortschrittskolleg GROW, Universität zu Köln), Alexander Hoeckle (IHK zu Köln),
Thorsten Menne (MIWF NRW), Prof. Dr. Wolfgang Goetzke (RIN Gesundes Altern) 

 

Prof. Dr. Wolfgang Goetzke, Geschäftsführer des RIN Gesundes Altern sprach im Anschluss über die Methoden und Ansätze des transdisziplinären Wissensaustausches im RIN Gesundes Altern und hob die Wichtigkeit der Integration von Praxiswissen und wissenschaftlichem Wissen bei der Bewältigung der Folgen der demografischen Entwicklung hervor.


Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, gemeinsam mit vier Hochschulvertretern aktuelle Forschungsvorhaben- und ergebnisse aus Praxis- und Anwendersicht in zwei Forenrunden zu diskutieren:

Prof. Dr. Guido Heuel, Katholische Hochschule NRW berichtete in seinem Forum über das Thema „Entgrenzung von Erwerbsarbeit in der personennahen Dienstleistung“. Er diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die strukturellen, gesellschaftlichen und individuellen Veränderungen sowie den Bruch von Regeln und Normen in Arbeitsverhältnissen der personenbezogenen Dienstleistung.

Dr. Konstanze Arp, Fortschrittskolleg GROW (Wohlbefinden bis ins hohe Alter) und Anna Janhsen, ceres, Universität zu Köln nutzen ihr Forum „Hochaltrige Menschen in NRW - Fragen an die ceres-Studie NRW80+ an der Universität zu Köln“, um Fragen und Themen im Kontext Wohlbefinden von über achtzigjährigen Menschen zu diskutieren: „Wie leben hochaltrige Menschen, auch unter vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, und welche Rolle spielen sie in unserer Gesellschaft?“

Dr. Andrea Kuhlmann, Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. / Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund diskutierte mit den Forenteilnehmerinnen- und teilnehmern das Projekt „‚Our Puppet‘ - Pflegeunterstützung mit einer interaktiven Puppe für informell Pflegende“. „Our Puppet“ integriert dabei eine technische und eine soziale Innovation und dient der Förderung der Kommunikation zwischen pflegendem Angehörigen und Pflegebedürftigem in der Pflegebeziehung.

Dr. Annett Horn, Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld lud zum einem Diskurs zum Themenfeld „Gesundheitskompetenz bei älteren Menschen“. Sie sensibilisierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihres Forums damit für die Problematik der häufig niedrigen Gesundheitskompetenz älterer Menschen. Der vorgestellte German Health Literacy Survey liefert hierzu erstmals Daten für Deutschland.


Kyra Springer, Trägerverein aktiv55plus Radevormwald e.V., Sprecherin des Lenkungskreises des Regionalen Innovationsnetzwerkes „Gesundes Altern“, führte als Moderatorin durch die Tagung.

Ziel der Veranstaltung war es, einen Dialog zwischen Forschern, Praxis und Bürgern zu generieren – dieses Ziel wurde mit Erfolg erreicht. Das RIN Gesundes Altern wird den Wissensaustausch auch in Zukunft fördern.
    
 


 


Mit freundlicher Unterstützung von: