Internationaler Tag der Pflegenden am 12. Mai

Der Internationale Tag der Pflegenden wird jährlich am 12. Mai begangen. Der Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale (BMG).

Den Tag der Pflegenden möchte das RIN Gesundes Altern nutzen, um auf das Thema der Kultursensibilität im Gesundheitswesen hinzuweisen. Steigende Zahlen von älteren Migrantinnen und Migranten sowie geflüchteten Menschen stellen, besonders vor dem Hintergrund des auch insgesamt zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Gesellschaft, für das System der Pflege und die Menschen, die im pflegerischen Kontext arbeiten, vermehrt eine herausfordernde Dimension dar.

Zwar entwickelt sich ein gesellschaftliches Verständnis für die Notwendigkeit der weiteren Professionalisierung und differenzierteren Ausgestaltung der Kultur der Pflege. Pflegeheime erarbeiten vermehrt Konzepte, die den Bewohnern eine aktivere Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen. Der Trend geht weg von krankenhausähnlichen Wohnformen, in denen sich die Bewohner überwiegend in ihren eigenen Zimmern aufhalten, hin zu individuellen Wohngruppen. Möglichkeiten der Einbindung in die Gemeinde oder generationenübergreifende Aktivitäten werden gefördert. Dies verdeutlicht, dass zunehmend positive, ressourcenorientierte Bilder vom Alter Einzug in die gesellschaftliche Denkweise erhalten. Auch im Hinblick auf kulturelle Diversitäten lassen sich einige richtungsweisende Projekte ausmachen, die sich die Neuausrichtung der Altenhilfearbeit zur Aufgabe machen. Dennoch können spirituelle Wahrnehmungsraster und die unterschiedliche Auslegung von Symptomen und Krankheit Skepsis gegenüber etablierten Heilungs- und Behandlungsmethoden hervorrufen.

Kultureller Vielfalt in der medizinischen und pflegerischen Versorgung widmet sich nun auch die Katholische Hochschule NRW im Rahmen der Ausarbeitung eines Modulhandbuchs zu Kultursensibilität im Gesundheitswesen für eine kompetenzorientierte, wissenschaftsbasierte und multiprofessionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung in den therapeutischen und pflegerischen Gesundheitsfachberufen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.