"OBERBERG_FAIRsorgt" zur Förderung durch den G-BA Innovationsfonds ausgewählt

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss  (G-BA) hat unter insgesamt 93 Projektvorschlägen das Projekt „OBERBERG_FAIRsorgt“ zusammen mit 38 weiteren Projekten zur Förderung ausgewählt.


Das Vorhaben will die Schwierigkeiten, die ein sektorales Versorgungssystem mit sich bringt, überwinden und beweisen, dass eine Versorgung in einem subsidiären, geriatrischen, gerontologischen ambulanten Fachzentrum in einem digital vernetzten Umfeld die sich auftuenden Lücken im Gesundheitssystem schließen kann. Ziele des Projektes sind eine längere Lebenserwartung und verbesserte Lebensqualität der pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren im Landkreis Oberberg. Neue, telemedizinisch unterstützte Versorgungsformen sollen zur Förderung und Erhaltung der Patientenautonomie führen und den Seniorinnen und Senioren ermöglichem, möglichst lange in ihrem häuslichen Umfeld bleiben zu können. Darüber hinaus will das Projekt der informellen Pflege Unterstützung anbieten.


Ein Konsortium bestehend aus dem Oberbergischem Kreis, der HRCB Projekt GmbH, der AOK Rheinland/Hamburg, der Universität zu Köln und dem Klinikum Oberberg hatte unter Leitung des Oberbergischen Kreises am 20. März einen Antrag beim G-BA zur Förderung von Modellen zur Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen und -prozessen in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Projekt OBERBERG_FAIRsorgt gestellt.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Vorhabens ist die Tatsache, dass sich die Gebietskörperschaft im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages zur Daseinsfürsorge ihrer Bürger für und mit seine/n Kommunen proaktiv in der Organisation der Versorgung engagiert.

Damit auch die anderen Gebietskörperschaften aus unserer Gesundheitsregion von den Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Projekt partizipieren können, werden wir zukünftig entsprechende Informationsveranstaltungen für unsere Mitglieder anbieten. Im September 2018 fand diesbezüglich bereits ein erster Austausch statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus den kreisfreien Städten Bonn, Köln und Leverkusen sowie aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein Kreis-Neuss und Rhein-Sieg-Kreis eingeladen wurden. Ralf Schmallenbach, Sozial- und Gesundheitsdezernent des Oberbergischen Kreises, stellte den Gästen den Weg bis zur Antragsstellung sowie die Projektziele und -inhalte vor.

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage des Oberbergischen Kreises: www.obk.de/fairsorgt