Bürger ziehen koordinierte Patientenversorgung der freien Arztwahl vor
geschrieben von Wolff, Kristina
Nachricht vom 13, Apr. 2010
Fachgebiet Gesundheitspolitik
Einrichtung Janssen-Cilag GmbH
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Branche Pharma

Rund 60 Prozent der Bevölkerung würden bei der medizinischen Versorgung auf die freie Arztwahl verzichten, wenn dafür eine optimale Abstimmung aller an der Therapie Beteiligten gewährleistet wäre. Die Aussicht, Krankenkassenbeiträge einzusparen, stellt dabei einen großen Anreiz dar. Das ist eine zentrale Erkenntnis der Bevölkerungsumfrage des Meinungsforschungs­institutes Psychonomics im Auftrag des forschenden Arzneimittelherstellers Janssen-Cilag.1

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 Für die Deutschen hat die freie Wahl des Arztes ihres Vertrauens einen hohe Stellenwert. In früheren Befragungen, wie der fünften Delphi-Studie zur Zukunft des Gesundheitswesens von Janssen-Cilag, sprach sich die Bevölkerung bereits klar für eine bessere Koordination der Patientenversorgung aus, war aber nicht ohne Zugeständnisse bereit, die freie Arztwahl aufzugeben.2 In der aktuellen Umfrage wurde daher die Möglichkeit aufgezeigt, Krankenkassenbeiträge zu sparen, wenn Versicherte ein Versorgungsmodell mit besserer Abstimmung der an der Therapie Beteiligten aber ohne freie Arztwahl wählen.

 Jeder fünfte Umfrageteilnehmer würde sich demnach auch ohne finanzielle Einsparungen für ein Versorgungsmodell mit optimaler Koordination der so genannten Leistungserbringer (Ärzte, Kliniken, Pflege etc.) entscheiden. Weitere 40 Prozent würden auf die freie Arztwahl verzichten, wenn sie 10, 25 oder 50 Euro monatlich sparen könnten. Für 40 Prozent der Gesamtstichprobe kommt dies gar nicht in Betracht. Neben den finanziellen Anreizen scheint auch die Unzufriedenheit mit der aktuellen Versorgungssituation ausschlaggebend für dieses Ergebnis zu sein: Fast 60 Prozent empfinden aktuell die Aktivitäten der Patienten­versorgung unzureichend aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus fühlen sich fast zwei Drittel der Befragten nicht gut in die individuelle Gestaltung der Behandlung mit einbezogen. Um eine verbesserte Therapie erforschen zu lassen, würden sich mehr als drei Viertel bereit erklären, ihre Patienten-Daten in anonymisierter Form der Krankenversicherung zur Verfügung zu stellen.

 Experten sehen die Ursache für die qualitativ verbesserungswürdige und auch unwirtschaftliche Versorgung in zu wenig bereichsübergreifenden Therapiekonzepten.3 „Bei der Entwicklung neuer Versorgungsformen müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen,“ fordert Hans Wormann, Mitglied der Geschäftsführung von Janssen-Cilag. „Dabei kann das Wissen der Arzneimittelhersteller nicht nur über die medikamentöse Therapie selbst, sondern auch darüber, wie Medikamente bei den verschiedenen Patientengruppen am besten eingesetzt werden, einen wichtigen Beitrag leisten“ Seit einigen Jahren engagiert sich das Unternehmen dafür, innovative Versorgungskonzepte zu entwickeln und arbeitet dazu eng mit Partnern in der Versorgung zusammen. Allerdings stünden oftmals rechtliche Hürden einer Beteiligung von Pharmaunternehmen im Weg. „Ein wichtiger Schritt wäre es daher, die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Beteiligung forschender Gesundheitsunternehmen an innovativen Versorgungsmodellen zu vereinfachen“, plädiert Wormann.

Wer an den detaillierten Ergebnissen der aktuellen Umfrage interessiert ist, kann sich wenden an:

Janssen-Cilag GmbH

Kristina Wolff

Pressesprecherin

Tel:     02137/955-930

Mail:   kwolff@its.jnj.com

 

Quellen:

1    Repräsentative Bevölkerungsumfrage des  Meinungsforschungs­institutes Psychonomics im Auftrag des forschenden Pharmaunternehmens Janssen-Cilag., Januar 2010

2    5. Janssen-Cilag Delphi-Studie „Perspektive 2020 – Gesundheit als Chance!“, 2009

3    Innovative Arzneimittel als Erfolgsfaktoren einer optimierten Versorgung, Schönermark.Kielhorn, 2010