Sieben Projekte zur personalisierten Medizin sind von Wissenschaftsministerin Schulze ausgezeichnet worden
Der Wettbewerbsaufruf „Personalisierte Medizin“ (PerMed.NRW) des Wissenschaftsministeriums Nordrhein-Westfalens stieß mit den Anträgen von insgesamt 37 Konsortien auf ein sehr lebhaftes Interesse. Eine unabhängige Jury empfahl Projekte der personalisierten Medizin, die gezielt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Unternehmen und Medizinerinnen und Medizinern fördern. Mit diesem Wettbewerb stellt die Landesregierung den Menschen, bzw. die individualisierte Behandlung der Patientin und des Patienten in den Mittelpunkt. Dies unterstützt die wachsende Bedeutung der Querschnittstechnologie Medizintechnik für die Entwicklung innovativer Produkte für die an die Bedürfnisse in Diagnostik und Therapie angepasste Behandlung.
In den Fokus gerückt
Ursprünglich sind bei der personalisierten Medizin vor allem molekulare Zusammenhänge und Interaktionen von Bedeutung, wie z.B. die Entwicklung
neuer diagnostischer Biomarker. Dieser Fokus ändert sich allerdings in den letzten Jahren und wird durch die Auswahl medizintechnischer Projektskizzen
in Wettbewerben wie PerMed.NRW unterstrichen. Nicht nur molekulare oder pharmazeutische Produkte dienen nun der individualisierten Behandlung von Patienten sondern auch Medizinprodukte wie Implantate und medizinische Geräte werden auf konkrete Bedarfslagen hin entwickelt oder so konstruiert, dass man auf diese adaptieren kann.
11,4 Millionen Euro stehen zur Verfügung
Sieben der 37 Konsortien werden aufgefordert, im Rahmen von PerMed.NRW ihre Anträge auszuarbeiten, um mit der Entwicklung neuer Diagnose-,
Therapie- und Präventionsmöglichkeiten für Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch Krebs zu starten. Insgesamt 11,4 Millionen
Euro aus Landesmitteln und aus EU-Fördermitteln werden hierfür zur Verfügung gestellt. Das Clustermanagement MedizinTechnik.NRW gratuliert den siegreichen Konsortien herzlich und freut sich darauf, die erfolgreichen Anträge zu begleiten und in seine Aktivitäten mit einzubinden. Darüber hinaus wird das Clustermanagement aber auch versuchen, weitere Projektideen zur Personalisierten Medizin – auch unter Einbeziehung der Antragsteller die aktuell nicht erfolgreich waren – in NRW auf den Weg zu bringen.
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 12. August 2011
