Konferenz „Ethik & Technik“ Lebensqualität und Autonomie -Balance von Mensch und Technik

Der Einsatz technischer Hilfsmittel in der Versorgung pflege- und unterstützungsbedürftiger Menschen steht in einem breiten Spannungsfeld. Der Frage nach der Balance von Mensch und Technik widmete sich der Gesundheitsregion KölnBonn e.V. in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln auf der Konferenz "Ethik & Technik" am 04. Oktober 2011 in Leverkusen.
Nach der Eröffnung durch die Gastgeber, Professor Dr. Wolfgang Goetzke, 1. Vorsitzender des Gesundheitsregion KölnBonn e.V., und Frau Eva Babatz, Zweigstellenleiterin der IHK zu Köln in Leverkusen, folgte sogleich der Impulsvortrag von Professor Dr. Thomas Klie von der Evangelischen Hochschule Freiburg. Er fokussierte vor allem die ethischen Fragestellungen des Spannungsfeldes und stellte fest, Technik dürfe nicht die Intention haben, die soziale Teilhabe unterstützungsbedürftiger Menschen ersetzen zu wollen. Technik solle die soziale Teilhabe sichern, indem sie in einen intelligenten Mix aus professioneller Hilfe und bürgerschaftlichen Engagements eingebunden werde.

Dr. Markus Wiedeler, Fraunhofer ISST Dortmund, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Möglichkeiten technischer Assistenzsysteme, die Lösungsbausteine für die heutigen und künftigen Versorgungsanforderungen liefern können. So mache Telemedizin und Homecare das eigene Zuhause zum Gesundheitsstandort.
Dr. Uwe Lüdemann, Geschäftsführer der Nova Vita Residenz in Bonn, zeigte auf, dass Ambient Assisted Living-Systeme große Marktpotentiale haben. Die reine Fokussierung auf pflegebedürftige Menschen aber innovationshemmend sei. Als Basis sei notwendig, dass die Bedürfnisse der Anwender berücksichtigt werden und ihr Vertrauen gewonnen werde. 
Die anschließende Podiumsdiskussion mit den Rednern unter der Moderation von Herrn Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen, MA&T, behandelte Werte und Maßstäbe sowie die Abschätzung technischer Folgen in der Pflege. Deutlich wurde, dass es nicht um ein „Entweder … oder“, sondern um die Entwicklung eines Miteinander von Mensch und Technik geht.

Auch die Bank für Sozialwirtschaft war zu Gast auf der Veranstaltung und berichtet in der aktuellen Ausgabe ihrer Kundenzeitschrift BFS-Info 11/2011 über „AAL: Chance für Autonomie und Lebensqualität oder ethisch bedenklich?“. Kundenzeitschrift BFS-Info 11/2011


 

 

 
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