Kick Off auf der Medica - Clustermanagement MedizinTechnik.NRW gibt erste Einblicke in sein Arbeitsprogramm

Auf der Dachterrasse des NRW Gemeinschaftsstandes der diesjährigen Medica gab das Clustermanagement MedizinTechnik.NRW erstmals für viele interessierte Besucher aus Industrie und Forschung einen Einblick in sein Arbeitsprogramm.

Vor voll besetzten Rängen eröffnete  Frau Dr. Scheermesser als Vertreterin des Wissenschaftsministeriums die Veranstaltung und wünschte dem Clustermanager Dr. Oliver Lehmkühler und seinem Team viel Erfolg für die kommenden Aufgaben. „Erst das Zusammenspiel von Forscherinnen und Forschern aus Wissenschaft und Wirtschaft mit den Anwendern aus der Ärzteschaft wird auch in Zukunft Innovationen hervorbringen, die von großem Nutzen für die einzelnen Menschen und die Gesellschaft sind“ stellte sie als die Herausforderungen des Clustermanagements dar. 

                                                       

Passend dazu skizzierte Dr. Lehmkühler in seinem Vortrag die Aufgaben, Ziele und Visionen des Clustermanagements MedizinTechnik.NRW. Am Anfang steht eine detaillierte Analyse der Situation der Medizintechnik in NRW. „Wir werden die Region in den Bereichen Medizinforschung, Medizintechnikentwicklung und im Bereich der Industrie unter die Lupe nehmen und dabei sowohl quantitative als auch qualitative Messkriterien ansetzen“. Als Beispiele dafür, auf welchen Gebieten die Vernetzung der Akteure untereinander vorangetrieben werden soll, wurden nachfolgend ersten Perspektiven für die Medizintechnik im Land aufgemacht.

Einen kritischen Blick auf die Medizintechnikindustrie in Deutschland und NRW warf Herr Jan Wolter, Fachbereichsleiter Medizintechnik des Industrieverbandes Spectaris. Er betonte, dass die Medizintechnik weniger als Kostenfaktor für die medizinische Versorgung zu sehen ist, sondern vielmehr Potential für Einsparungen im Milliardenbereich bietet. In einem zweiten Vortrag stellte Dr. Farkas vom Institut für Angewandte Medizintechnik AME in Aachen eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik AGMT vor. Das Ergebnis der Untersuchungen zeigt ganz klar in Richtung Clustermanagement: „Wir müssen voneinander lernen, komplementär in NRW miteinander kooperieren, Forschungs- und Entwicklungskooperation zwischen den Regionen stiften und so die Transfer- und Translationspotentiale entschlossen ausnutzen““ so das Kernstatement von Dr. Farkas als Kurzanalyse der Studienergebnisse.

Als Beispiel für die Qualität der Medizinforschung stellte Prof. Ladd zum Abschluss der Veranstaltung die Arbeiten am Erwin L. Hahn Institut für Magnetresonanz in Essen vor. Das international renommierte Institut will mit seinen Forschungen im Bereich der Ultra-Hochfeld MRT dazu beitragen, zukünftig Erkrankungen noch früher und sicherer diagnostizieren zu können. Durch die enge Kooperation mit diesen und ähnlichen Zentren will das Clustermanagements in der Zukunft auch dazu beitragen, dass eine gezieltere und bessere Patientenversorgung in NRW möglich wird.

Die Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik AGMT ist eine Arbeitsgruppe der Gesundheitsregionen Aachen, Köln-Bonn, Ruhrgebiet, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen; die Studie ist als Download verfügbar unter: www.mt-nrw.de 

 

 
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