
Gesundheitskonferenz
Die Aufgabe der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln ist die Beratung gemeinsam interessierender Fragen der gesundheitlichen Versorgung in Köln mit dem Ziel der Koordinierung. Durch Kooperation der an der gesundheitlichen Versorgung Beteiligten wirkt die Gesundheitskonferenz auf ein bedarfsgerechtes, flexibles, qualitätsorientiertes und wirtschaftliches Versorgungsnetz hin. Sie gibt bei Bedarf Empfehlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
Der Rat der Stadt Köln hat die Einrichtung der Kommunalen Gesundheitskonferenz am 3. Februar 2000 auf der Grundlage des Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGDG) des Landes Nordrhein-Westfalen vom 25. November 1997 (Artikel 3 des Gesetzes zur Stärkung der Leistungsfähigkeit der Kreise, Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen) beschlossen und am 27. Juni 2000 die Mitglieder sowie ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter namentlich berufen.
Am 21. August 2000 tagte die Gesundheitskonferenz erstmalig, jedoch hat eine intensive Zusammenarbeit im Kölner Gesundheitswesen bereits seit der Gründung des "Kölner Gesundheitsforums" im Jahr 1991 Tradition. Diese Plattform der wichtigsten Institutionen und Gruppierungen des Kölner Gesundheitswesens wurde infolge neuer gesetzlicher Grundlagen im Jahr 2000 umstrukturiert und das Leitungsgremium, der sogenannte "Koordinierungsausschuss" in die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln umgewandelt.
Die Arbeit der Kommunalen Gesundheitskonferenz läuft wie folgt ab: Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Gesundheitszustand und der gesundheitlichen Versorgungslage der Kölner Bevölkerung. Wenn Handlungsbedarf auf einem bestimmten Gebiet besteht, wird eine Expertenrunde als Arbeitsgruppe der Kommunalen Gesundheitskonferenz gebildet. Diese besteht aus Mitgliedern der Konferenz, es können zusätzlich auch externe Fachleute hinzugezogen werden. Sie beschäftigt sich intensiv mit der jeweiligen Problematik und formuliert Handlungsempfehlungen, die von der Kommunalen Gesundheitskonferenz einvernehmlich beschlossen werden. Die Umsetzung der Beschlüsse erfolgt unter dem Prinzip der Selbstverpflichtung der Beteiligten. Die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln tagt in der Regel zwei Mal pro Jahr
Zur Zeit beschäftigt sich die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln und ihre Arbeitsgruppen mit folgenden Themenbereichen:
Förderung gesundheitlicher Selbsthilfe
Konkretes Arbeitsergebnis ist die Herausgabe der schriftlichen Handreichung „Selbsthilfegruppen in Köln - Tipps für die Antragstellung auf Gewährung von Zuschüssen gemäß § 20,4 Sozialgesetzbuch V". Diese können Sie bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) unter der Telefonnummer: 0221 / 95154216 anfordern. Auf Beschluss der Kommunalen Gesundheitskonferenz im November 2002 wurde die Arbeitsgruppe in einen ständigen „Selbsthilfebeirat" umgewandelt.
Reduzierung von Kinderunfällen im häuslichen, pädagogischen und Freizeitbereich
Es bestehen bereits Handlungsempfehlungen, die zur Zeit umgesetzt werden.
Angebote für alt gewordene psychisch kranke Menschen
Ziel ist die Verbesserung der Versorgungssituation. Auch hierzu liegen bereits Handlungsempfehlungen vor.
Patientenorientierung der Dienste und Einrichtungen des Gesundheitswesens
Die Arbeitsgruppe wurde im November 2002 eingerichtet und beschäftigt sich mit der Frage, wie unter dem Stichwort „der mündige Patient" die Stellung des Patienten im Gesundheitssystem gestärkt werden kann.
Verbesserung der Impfungsrate bei der Masern-Mumps-Röteln-Impfung
Die Durchführung einer entsprechenden, auf mehrere Jahre angelegten Impfkampagne unter dem Motto „Masern, die Zweite" ist im Mai 2003 beschlossen worden. Die Kampagne wurde am 22. September 2003 zeitgleich mit dem Start eines vom Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellten „Impfmobils" von der Landesgesundheitsministerin Frau Birgit Fischer und dem Oberbürgermeister Herrn Fritz Schramma auf dem Kölner Neumarkt eröffnet.
Krankenhausplanung
Die Kommunalen Gesundheitskonferenz ist übereingekommen, bei der Stellungnahme zur Krankenhausplanung insbesondere die Sicht der betroffenen Nutzergruppen, wie Seniorinnen, Senioren, Migranten und Migrantinnen, Frauen, Selbsthilfegruppen, Patienten und andere, zu berücksichtigen. Im Juli 2003 hat sie eine entsprechend zusammengesetzte Arbeitsgruppe beauftragt, einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, der künftig der konkreten Erstellung der regionalen Konzepte für die Krankenhausplanung zu Grunde gelegt werden soll.
Weitere Informationen zur Gesundheitskonferenz der Stadt Köln erhalten Sie bei der Geschäftsführung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln unter der Telefonnummer 0221 / 221-23539.
