Bislang war der Wirkstoff nur an Mäusen getestet worden Das heute 18 Monate alte Mädchen litt an einem angeborenen Stoffwechselleiden, der sogenannten Molybdän-Cofaktor-Defizienz. Die Erbkrankheit führt zu giftigen Ablagerungen von Sulfit im Gehirn. Das hat Krämpfe, Hirnschäden und meist schon im Kindesalter den Tod zur Folge.
Der Kölner Wissenschaftler Günter Schwarz konnte einen Wirkstoff liefern, den er zuvor erfolgreich an Mäusen getestet hatte. Der Biochemiker schickte seinen gesamten Vorrat des neuartigen Wirkstoffs nach Melbourne. Dort kümmerte sich der behandelnde Arzt um die Zustimmung des Krankenhauses und der Justiz zu der neuartigen Behandlung. Die Behandlung hatte Erfolg, der lebensbedrohliche Sulfit-Spiegel im Körper des Mädchens ging um mehr als zwei Drittel zurück. Nach drei Wochen waren auch die Krämpfe größtenteils verschwunden.
Bei Rückfragen: Prof. Dr. Günter Schwarz Tel: 0221 470 6440
