Pressemitteilung: MeetUp “COVID-19 – Austausch mit Expert*innen aus unserer Region”

Pressemitteilung: MeetUp “COVID-19 – Austausch mit Expert*innen aus unserer Region”

Pressemitteilung

MeetUp “COVID-19 – Austausch mit Expert*innen aus unserer Region”

11. Juni 2020

Unter dem Dach der Gesundheitsregion KölnBonn e.V. tauschten sich am 10. Juni 2020 die hiesigen Gesundheitswirtschaftsakteure mit hochkarätigen Gesundheitsexperten zum Thema COVID-19 aus, um insbesondere aus erster Hand Informationen zu sowohl beruflich als auch privat relevanten Aspekten der Pandemie zu erhalten. Am Online-Symposium nahmen mehr als 150 Personen teil.

In der aktuellen Corona-Krise wächst das Bewusstsein in unserer Gesellschaft dafür, wie wichtig die Arbeit vieler Berufsgruppen gerade auch im Gesundheitswesen ist. Darüber hinaus zeigt sich mehr denn je, wie unvermeidlich die Zusammenarbeit über die Sektorengrenzen hinaus ist: So muss z. B. interdisziplinäre Forschung möglichst schnell gesicherte Ergebnisse anstreben, (digitale) Lösungsansätze müssen etabliert werden und Fortschritte in Diagnostik und Therapie sollten so schnell wie möglich zum Patienten und zur Gesellschaft insgesamt kommen. Nur so können die versorgungsbezogenen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gesamtgesellschaftlich beherrscht und kritische Belastungen für die nächsten Jahre verhindert werden.

„Die Bündelung fachspezifischer Expertise und der kritisch-konstruktive Meinungsaustausch sind der beste Garant dafür, Fehlentwicklungen zu verhindern und Fortschritte zu erreichen. Einen sektorenübergreifenden Austausch mit Expert*innen in unserer Gesundheitsregion zum Thema COVID-19 halte ich daher für höchst bedeutsam“, so der Moderator des Online-Symposiums Prof. Dr. med. Dr.h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn AöR / Vorstandsvorsitzender des Gesundheitsregion KölnBonn e.V.)

Am Mittwoch, den 10. Juni 2020 um 17:00 Uhr konnten die Teilnehmer*innen des Online-MeetUps über die Plattform GoToMeeting fünf Impulsvorträge hören: Prof. Hendrik Streeck (Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn) gab Antworten auf die Frage „Was wissen wir heute über das SARS-CoV2-Virus? Die verhaltens- und verhältnisbezogenen Konsequenzen auf Basis der aktuellen Hygiene-Erkenntnisse beleuchtete Prof. Martin Exner (Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn). Prof. Gunther Hartmann (Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Bonn) berichtete über den Status Quo der Antikörper-Testungen auf SARS-CoV2-Virus. Einen Einblick in die aktuelle Arbeit eines Gesundheitsamtes gab Dr. Rainer Meilicke (Gesundheitsamtsleiter des Rhein-Sieg-Kreises). Prof. Udo Di Fabio (Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D., Universitätsprofessor für öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) erörterte die Fragestellung „Welche Einschränkungen der Grundrechte und Freiheiten sind für Besucher, Patienten und die Gesellschaft insgesamt vertretbar?“

Zwischen und nach den Impulsvorträgen gab es Raum für Fragen. „Es war ein wichtiger und erfolgreicher Austausch unterschiedlicher Einschätzungen in Bezug auf die aktuelle Krisensituation“, so Prof. Wolfgang Holzgreve.

Erstellt am 11.06.2020