Telemedizin im Aufwind

Telemedizin im Aufwind

Telemedizin im Aufwind

In der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems einen neuen Schub bekommen. Aus Sorge, sich in der Arztpraxis anstecken zu können, haben Patientinnen und Patienten seit dem Covid-19-Ausbruch deutlich häufiger Online-Sprechstunden wahrgenommen als zuvor.

Deutlich mehr Ärztinnen und Ärzte haben zudem auf das Fernbleiben ihrer Patienten reagiert und haben seither eine telemedizinische Behandlung im Angebot. Das zeigt eine aktuelle Studie des Health Innovation Hubs des Bundesgesundheitsministeriums und der Stiftung Gesundheit. 52 Prozent der befragten Ärzte bieten heute Videosprechstunden an – 2017 waren es nicht mal zwei Prozent.

Hohes Interesse an digitalen Sprechstunden
Telemedizin scheint jedoch nicht nur in Krisenzeiten ein probates Behandlungsmittel zu sein. Die Mehrheit der Deutschen will nicht mehr auf digitale Anwendungen im Gesundheitsbereich verzichten müssen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom betrifft das vor allem die ärztliche Beratung per Chat und die Video-Sprechstunden. Sie sollten nach Meinung der Mehrheit aller Befragten besser verfügbar sein – und zwar über die Zeit der Coronakrise hinaus. Die Krankschreibung ohne Arztbesuch per Telefon, die als Sonderregelung bis Ende Mai möglich war, sollte nach Ansicht von 62 Prozent der Umfrageteilnehmer beibehalten werden. Sie wünschen sich, sich nicht nur telefonisch, sondern auch per E-Mail, Messenger oder App krankschreiben lassen zu können.

Private Krankenversicherung als Innovationstreiber
Digitale Behandlungsmöglichkeiten wie Video-Sprechstunden wären ohne das Vorangehen der Privaten Krankenversicherung (PKV) heute nicht in dem Umfang verfügbar. Schon 2015 gehörte die PKV zu ihren Unterstützern der ersten Stunde und erstattete diese Leistung für ihre Versicherten. Dadurch konnte die Telemedizin in Deutschland Fuß fassen, was inzwischen auch den gesetzlich Versicherten zu Gute kommt. So wirkt die PKV als Türöffner für medizinische Innovationen – was am Ende gut für alle ist. Das sind ganz konkrete positive Wirkungen des dualen Gesundheitssystems, mit dem Deutschland bisher in der Krise erwiesenermaßen sehr gut gefahren ist.

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